Lackierung & Beschriftung Wolfgang Puehler

1966 wollte ich eine Honda SS50 "kommt nicht in Frage" sagte meine Mutter, wenn du mit dem Ding ankommst schneid ich dir die Reifen durch!  Ende der sechziger Jahre, nachdem ich mein erstes Auto ein Renault R8, zu Schande gefahren hatte, bekam ich von Nachbarn eine NSU Quick und eine Hercules 98 geschenkt, mit der Bitte diese zu hegen und zu pflegen. Daraus wurde nichts, man strebt ja nach höherem. Motorrad war noch immer nicht gerne gesehen, aber die einschlägige Literatur wurde schon verschlungen und ich träumte schon von einer CB750. Ein psychologischer Schachzug im Spiel mit meiner Mutter brachte mich weiter: Eine Vespa 125 war akzeptiert, da sonst Motorräder sofort mit Rocker in Verbindung gebracht wurden. Die Vespa machte nicht lange Freude, aber jetzt musste was her, das auch  bei den Motorradfreunden gerade noch so akzeptiert wurde: ein Heinkel mit fast 10 PS. Da stellten sich auch schon erste.ernste Anzeichen des Geschwindigkeitsviruses ein, und der arme Heinkel wurde gejagt bis das Benzin unter der Sitzbank kochte!  Der verdaute alles was man ihm antat, war unkaputtbar, echte deutsche Wertarbeit. 1976 war es endlich soweit: so wie Bo Diddley sang: "now I'm a Man", mir wurde von einem Freund eine Yamaha R5 angeboten, Jetzt schlug der Virus voll zu!  Danach gab es keine Chancen auf Heilung!  Aber sehen Sie selbst was dann alles noch passierte. 

die erste: R5 1976

   

    mit der zweiten, einer  R75/5  ging es 1977 schon in die weite Welt, in den Schwarzwald, an die Costa Brava, ins Kleinwalsertal und dabei einmal richtig schön hingelegt.

 

mit der dritten, R100S 

 

                   1979 nach Berlin,                             London

    

und an die Zugspitze

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Im Sommer 1979 ging es zur 1. großen Tour gen Süden, 

 

 über Umbrail, Stilfser Joch, Ancona, Athen, Volos, Skiathos, Saloniki, Türkei-Istanbul, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Österreich wieder nach Hause, Dauer 4 Wochen.


Am Lago M. neues Getriebe bei BMW gekauft und getauscht ( 90S des Freundes) dann ging es weiter nach Ancona - Patras, Korinth und wo jeder hin muß, nach Athen.

 

          Kanal von Korinth                                kennt auch jeder

                                                  auf Skiathos

 

                    auf dem Weg nach Istanbul, Hitze ohne Ende!


        über die Brücke in Istanbul nach Asien musste sein!

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Fürs Gelände musste mal eine Yamaha DT250 her! die entpuppte sich als Weichei, also musste  es bald was schärferes sein, eine YZ 125, mit dieser stellten sich auch die ersten Schmerzen im Gelände ein!                                                                                                                    

  Ein Sprung und danach ab ins Krankenhaus und die Wirbelsäule geröntgt.

Und noch ein schärferes Gerät musste her: Maico 250, die einem dann doch die Grenzen zeigte!, aber wertvolle Erfahrungen für die Straße brachte.

     

vorläufiges Ende im Gelände, dann gings wieder auf die Straße in die Berge.      

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                               Frühjahr 1980 am Grossglockner 

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   und dann im Sommer 1980 "die ganz große Tour": ans Nordkapp über Kopenhagen, Malmö, Stockholm, Turku, Helsinki, Lahti, Rovaniemi, Nordkapp, und über ganz Norwegen zurück, Hammerfest, Narvik, Tromsö, Mo-i-Rana, Oslo, Göteborg, Dänemark, Römö, Sylt und nach Hause nach 4 Wochen.

 

   vor der Überfahrt nach Turku                   Stockholm

 

                    3 Freunde auf dem Weg zum Nordkapp

 

           Mitternacht am Inari-See                   endlose Schotterstraßen

                                                     fast erreicht  

 

   am Ziel, ziemlich öde hier, aber das musste sein!

Übrigens, es gab noch viel Mutigere Biker als uns: Die schafften den Weg zum Nordkapp mit Mopeds und sogar Fahrräder !! Kurz vor dem Ziel sahen wir sogar einen Zeitgenossen im Nordatlantik baden!!

 

  In Hammerfest waren es +7° im August       und zurück durch ganz Norwegen

 

          eigene Fotos, Impressionen einer Nachtfahrt in Nord-Norwegen

 

                     Frühstück um 1.25 Uhr Nachts an einem Fjord

 

und ein Bad musste auch sein! in diesen 4 Wochen, eisig kalt das Wasser. Von dieser Tour gibt es einige Storys zu erzählen, z.B. daß mir eine Möve bei der Nachtfahrt im Sturzflug in das Vorderrad geflogen ist, wahrscheinlich hielt sie die blinkenden Bremsscheiben für einen Fisch! und durch das Gussrad zerlegt machte so ein Vogel viel Arbeit bis alles wieder sauber war, ich wusste bis dahin nicht, dass ein Motorrad zum Fleischwolf taugt. Oder dass in Norwegen die Schafe zum schlafen nachts auf der Straße liegen in der Mitternachtssonne, weil der Asphalt noch etwas warm ist und wir die wolligen Viecher umkurven mussten.

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